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Nova Vance
PROFILE / RESEARCH / GESTALTUNG

Nova
Vance

Gestaltung · Information · Benutzung

Wenn man erklären muss, wo man klicken soll, ist die Arbeit noch nicht fertig.

Nova gestaltet nicht, damit Dinge „schön aussehen“. Sie gestaltet, damit Information eine Form bekommt, Entscheidungen sichtbar werden und Menschen verstehen, was sie vor sich haben. Schön darf es trotzdem sein. Sehr sogar.

InformationsdesignInterfacesLeitsystemeMarkenPrototypen
„Gestaltung ist nicht die Schicht oben drauf. Sie entscheidet, was man überhaupt wahrnimmt.“
EXPERIENCE

Nova hat Gestaltung dort gelernt, wo Fehler gedruckt, montiert oder benutzt werden.

Also nicht nur am Bildschirm. Sie kennt Produktionsdruck, reale Räume, digitale Interfaces und die unangenehme Eigenschaft von Gestaltung, plötzlich sehr konkret zu werden, sobald tausend Exemplare davon existieren.

Ausbildung & Einstieg
Mediengestaltung · Druck & Produktion

Pixel sind geduldig. Druckmaschinen weniger.

Nova begann in der Medienproduktion: Broschüren, Kataloge, Anzeigen, Verpackungen und alles, was am Ende tatsächlich gedruckt werden musste. Sie lernte Satz, Reinzeichnung, Farbmanagement und vor allem, dass ein Entwurf nicht fertig ist, wenn er auf dem eigenen Bildschirm gut aussieht.

Später koordinierte sie kleinere Produktionen selbst. Gestaltung bekam für sie früh eine physische Konsequenz: Papier, Farbe, Kosten, Termine.

SatzReinzeichnungProduktionDruckdaten
danach
Informationsgestaltung · Gebäude & Leitsysteme

Menschen lesen Schilder meistens dann, wenn sie schon nicht weiterwissen.

In einem Büro für Informations- und Orientierungssysteme arbeitete Nova an Beschilderungen für größere Gebäude: Eingänge, Etagen, Funktionsbereiche, Besucherwege und temporäre Umleitungen. Dafür musste sie Grundrisse verstehen, Wege beobachten und Informationen so reduzieren, dass sie in Bewegung funktionieren.

Sie entwickelte Varianten, testete sie vor Ort und lernte: Orientierung ist weniger eine Frage schöner Pfeile als klarer Entscheidungen.

LeitsystemeTypografieBarrierearme GestaltungVor-Ort-Tests
digital
Digitale Produkte · Service- und Verwaltungsanwendungen

Dann kamen die Bildschirme zurück. Mit Formularen.

Nova wechselte stärker ins Digitale und gestaltete interne Anwendungen, Kundenportale und komplexe Formulare. Besonders reizten sie Systeme, die fachlich korrekt, aber visuell kaum benutzbar waren.

Sie arbeitete mit Entwicklung und Fachbereichen an Informationshierarchien, Interaktionsmustern und Prototypen. Ein Interface ist für sie ein Gespräch, bei dem eine Seite nicht sprechen kann. Also muss die andere sehr klar sein.

UX/UIPrototypingFormulareDesignsysteme
Marke & System
Kommunikationsdesign · Marken- und Gestaltungssysteme

Wiedererkennbarkeit ist kein Logo-Problem.

Später verantwortete Nova Gestaltungssysteme über viele Medien hinweg: Web, Präsentationen, Print, Social Assets, Vorlagen und interne Werkzeuge. Ihr Job war weniger, jedes Element selbst zu gestalten, als Regeln zu bauen, mit denen viele Menschen konsistente Ergebnisse produzieren konnten.

Damit rückte Gestaltung näher an Struktur: Ein gutes System hält Unterschiedlichkeit aus, ohne beliebig zu werden.

Art DirectionDesignsystemeTemplatesMarkenanwendung
heute
IDEACTORY · Gestaltungsperspektive

Form geben, ohne die Sache zu verkleiden.

Heute steigt Nova dort ein, wo aus einer Idee etwas Verständliches, bedienbares oder sichtbar Eigenes werden soll. Sie kann eine Informationsarchitektur genauso ernst nehmen wie einen Button, eine Wortmarke oder eine Wegführung.

Ihr Lieblingszustand ist erreicht, wenn etwas selbstverständlich wirkt. Auch wenn bis dahin ziemlich viel entschieden werden musste.

InterfacesInformationMarkeVisualisierung
NOTICES

Gestaltung verrät, wo noch nicht entschieden wurde.

Nova sieht Unordnung nicht nur als optisches Problem. Sie erkennt darin häufig offene Prioritäten, unklare Hierarchien oder die Hoffnung, dass ein zusätzlicher Rahmen noch irgendetwas rettet.

01
Fünf Dinge, die alle „am wichtigsten“ sind.

Das ist keine Hierarchie. Das ist eine Warteschlange.

02
Der Button, der aussieht wie eine Überschrift.

Und die Überschrift, die aussieht wie ein Button. Viel Glück.

03
Das provisorische Schild mit drei verschiedenen Klebebändern.

Meistens älter als das eigentliche Leitsystem.

04
Ein Icon, dessen Bedeutung nur das Projektteam kennt.

Dann ist es kein Icon. Es ist ein Insiderwitz.

05
„Mach es noch ein bisschen moderner.“

Nova fragt dann gern, welche konkrete Entscheidung damit gemeint ist.

WORKING MODE

Erst Ordnung. Dann Ausdruck.

Nova will wissen, was wichtig ist, was zusammengehört, was eine Handlung ist und was nur Information. Erst wenn diese Entscheidungen klar sind, beginnt die eigentliche Gestaltung. Sonst dekoriert man Unentschlossenheit.

IN PROJECT

Aus Inhalt wird eine Oberfläche.

Nova baut Hierarchien, Wege und Zustände so, dass sie wahrnehmbar werden. Sie arbeitet schnell mit Skizzen und Prototypen, weil ein sichtbarer Entwurf oft bessere Entscheidungen erzeugt als eine halbe Stunde Gespräch über „ungefähr so“.

Sie gestaltet nicht um die Information herum. Sie gestaltet die Information.

NO DECORATION

Schön ist erlaubt. Dekoration muss sich trotzdem benehmen.

Nova mag starke Bilder, ungewöhnliche Interaktionen und gute Typografie. Sie hat nur wenig Geduld für Effekte, die Aufmerksamkeit fressen und nichts beitragen. Wenn etwas knallt, soll es einen Grund haben. Wenn etwas ruhig ist, auch.

Der Maßstab: Man versteht es, man kann es benutzen – und man erinnert sich gern daran.

SEEN BEFORE

Eine Geschichte, die hängen geblieben ist.

Kein „Case“. Eher einer dieser Momente, in denen Erfahrung entsteht.

Leitsystem in einem großen Bestandsgebäude

Die Beschilderung war vollständig. Trotzdem verliefen sich alle.

In einem Gebäude war über Jahre immer weiter beschildert worden. Jede neue Nutzung brachte ein neues Schild, jede Ausnahme einen weiteren Pfeil. Formal fehlte kaum Information. Praktisch musste man stehenbleiben und lesen wie in einer Bedienungsanleitung.

Nova lief die wichtigsten Wege selbst ab, beobachtete Besucher und strich im ersten Entwurf fast die Hälfte der Informationen. Nicht weil sie unwichtig waren – sondern weil sie an der falschen Stelle standen.

  • Entscheidungspunkte statt Wände kartiert
  • Information nach Zeitpunkt der Nutzung verteilt
  • Bezeichnungen vereinheitlicht
  • temporäre Sonderwege als eigenes System gebaut
Was Nova daraus mitgenommen hat

Mehr Information kann Orientierung schlechter machen.

Gestaltung ist häufig die Kunst, Informationen nicht dort zu zeigen, wo man sie hat, sondern dort, wo jemand sie braucht. Nova nimmt deshalb lieber einen Pfeil weg, als noch einen schöneren daneben zu setzen.

„Wenn alles sichtbar ist, sieht man erstaunlich wenig.“

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OFF DUTY

Nova fotografiert schlechte Schilder.

Nicht, um sich darüber lustig zu machen. Meistens. Sie hat auf ihrem Handy einen ziemlich großen Ordner mit improvisierten Hinweisen, handschriftlichen Ergänzungen, seltsamen Piktogrammen und typografischen Unfällen.

Sie findet diese Dinge interessant, weil sie zeigen, wo ein offizielles System aufgehört hat zu funktionieren und jemand spontan Gestaltung übernehmen musste.

Ihr persönlicher Favorit ist ein laminiertes Schild mit dem Text „Dieses Schild bitte nicht entfernen“, das offensichtlich nur existiert, weil jemand vorher ein anderes Schild entfernt hatte.