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06 / RESULTS · VERBESSERN

Die Software wusste alles. Nur leider nicht dieselbe Software.

Ein Sonderauftrag. Fünf Systeme. Sieben Statusstände. Und irgendwann die Frage im Teams-Chat: „Weiß jemand, wie weit 4711 ist?“

Für einen technischen Großhändler mit mehreren Niederlassungen haben wir die Bearbeitung komplexer Kundenaufträge neu verbunden. Nicht durch den Austausch der bestehenden IT, sondern durch eine gemeinsame Vorgangsarchitektur zwischen ERP, CRM, Dokumenten, Einkauf, Technik und Kundenkommunikation.

Unternehmen anonymisiert · identifizierende Details verändert
DER MOMENT

So wird aus digitaler Arbeit Handarbeit.

Der Auftrag war nirgendwo verloren. Im Gegenteil: Fast jede Information existierte irgendwo digital. Nur der Zusammenhang existierte nicht.

„Wir hatten kein Informationsproblem. Wir hatten ein Zusammenhangsproblem.“
09:04
Der Kunde bestellt etwas, das nicht Standard ist.

Damit verlässt der Auftrag den sauberen ERP-Pfad und beginnt zwischen Vertrieb, Technik, Einkauf und Lieferanten zu wandern.

10:18
Die Arbeit wird verteilt. Der Status nicht.

Jeder Bereich kennt seinen Teil. Niemand sieht verlässlich, was der nächste Bereich bereits erledigt hat.

15:06
Der Kunde macht den Prozess sichtbar.

Eine einzige Rückfrage löst intern mehrere Suchen aus. Nicht weil niemand arbeitet, sondern weil das Ergebnis der Arbeit nicht gemeinsam lesbar ist.

16:12
Die Antwort ist da.

Sie entstand aus ERP, CRM, zwei Mails, einer PDF-Freigabe und dem Wissen eines Kollegen, der „kurz mal nachgesehen“ hat.

VORHER / SYSTEMBILD

Fünf Systeme. Kein gemeinsamer Vorgang.

ERP, CRM und DMS mussten nicht ersetzt werden. Das fehlende Produkt war die Verbindung dazwischen: ein Vorgang, der Zustand, Verantwortung und nächsten Schritt unabhängig vom Quellsystem sichtbar macht.

  • ERPMaterial und Termine
  • CRMKundenkommunikation
  • DMSDokumente und Zeichnungen
  • E-MailZusagen und Rückfragen
  • ExcelManuelle Statuslisten

Fünf Quellen liefern Informationen. Der Zusammenhang bleibt in Köpfen und Rückfragen.

DEVELOPMENT / ARCHITEKTUR

Die fehlende Schicht bekam einen Namen: Vorgang.

CASE LAYER

Ein Zustand über mehreren Systemen.

Jedes Quellsystem behält seine Aufgabe. Darüber liegt eine gemeinsame Logik aus Status, Verantwortung, Frist, Risiko und nächstem Schritt.

CRMKUNDE
ERP + DMSAUFTRAG + DOKUMENT
VORGANGSTATUS + OWNER + NEXT
TEAM + PORTALARBEIT + KOMMUNIKATION
WORKFLOW

Der nächste Schritt wird Teil des Systems.

Nicht nur „offen“ oder „erledigt“. Der Vorgang zeigt, worauf er wartet und wer ihn wieder in Bewegung bringt.

01Eingang
02Technik
03Lieferant
04Freigabe
05Termin
ORDER CASE / 4711SYNCED
WAITING · SupplierOwner: Einkauf / due today
READY · Technical approvalDrawing v4 confirmed
NEXT · Customer updateAuto after supplier date
OWNERWer übernimmt?
STATUSWorauf wartet der Auftrag?
NEXT STEPWas muss als Nächstes passieren?
WAS WIR GEBAUT HABEN

Kein sechstes Datensilo. Eine gemeinsame Arbeitsschicht.

01 / PROCESS

Vorgangsmodell

Status, Rollen, Freigaben, Wartezustände und Übergaben für komplexe Kundenaufträge.

  • Owner
  • Status
  • Next Step
02 / STRUCTURE

Owner-Logik

Jeder Vorgang hat zu jedem Zeitpunkt eine verantwortliche Rolle und einen definierten nächsten Schritt.

  • Quellen
  • Regeln
  • Übergaben
03 / INTERFACE

Case Workspace

Eine Arbeitsoberfläche für Vertrieb, Technik und Einkauf mit gemeinsamem Statusbild.

  • Prüfen
  • Freigeben
  • Liefern
04 / INTEGRATION

Systemverbindungen

ERP, CRM und DMS liefern Ereignisse und Daten, ohne ihre fachliche Führungsrolle zu verlieren.

  • ERP
  • CRM
  • DMS
05 / AUTOMATION

Trigger & Übergaben

Freigaben, fehlende Informationen, Fristen und Kundenupdates lösen definierte Folgeaktionen aus.

  • Termin
  • Ausnahme
  • Benachrichtigung
06 / CONTROL

Operations Board

Wartende Vorgänge, Engpässe und Durchlaufzeiten werden steuerbar, bevor der Kunde nachfragt.

  • Vorgang
  • Bearbeitung
  • Transparenz
CONSTRUCTION

Dann musste der neue Vorgang echte Aufträge überleben.

Der Pilot startete bewusst mit den Fällen, die vorher am meisten Handarbeit erzeugt hatten: Sonderkonfigurationen, Lieferantenabhängigkeiten und technische Freigaben.

BUILDCase Workspace

Statusmodell, Rollenlogik und Oberfläche für eine Produktgruppe.

INTEGRATEERP, CRM, DMS

Ereignisse und Dokumente wurden in denselben Vorgang eingebunden.

TEST412 Sonderaufträge

Echte Aufträge mit Freigaben, Rückfragen, Lieferanten und Terminverschiebungen.

DEPLOY6 Niederlassungen

Rollout nach Prozessfamilien statt nach einem Big-Bang-Systemwechsel.

RESULTS / PILOT

Weniger Statusarbeit. Mehr Arbeit am Auftrag.

INTERNE STATUSNACHFRAGEN−44 %

Teams-, Mail- und Telefonrückfragen zum Bearbeitungsstand.

DURCHLAUFZEIT SONDERAUFTRÄGE−21 %

Median vom Auftragseingang bis zur belastbaren Terminfreigabe.

VORGÄNGE MIT KLAREM OWNER63 → 96 %

Messung im Pilot nach sechs Wochen.

MANUELLE STATUSLISTEN7 → 1

Eine operative Exportliste blieb für einen Sonderzweck bestehen.

„Früher war 'ich kümmere mich' ein Status. Heute sehe ich, worauf der Auftrag tatsächlich wartet.“
Anna* · Vertriebsinnendienst
„Wir haben unser ERP nicht weggeworfen. Wir haben endlich aufgehört zu erwarten, dass es unseren gesamten Arbeitsalltag erklärt.“
Patrick* · Leitung Operations
„Ich bekomme weniger Mails mit 'kurze Frage'. Allein das ist schon ein Produktivitätsfeature.“
Nadine* · Technik

* Namen der zitierten Personen geändert.

IN CONTEXT / Auftragsarchitektur

Der Auftrag bleibt derselbe. Die Arbeit wird klarer.

Auftragsbearbeitung an einem Bildschirmarbeitsplatz neben der operativen Lagerarbeit.
Bildschirmarbeit und physische Auftragsabwicklung brauchen denselben lesbaren Vorgang.
SYSTEM / Auftragsarchitektur

Viele Quellen. Ein verbindlicher Arbeitsstand.

QUELLEN
  • ERPAuftrag und Material
  • CRMKunde und Kommunikation
  • DMSZeichnung und Freigabe
  • E-MailZusage und Rückfrage
  • ExcelOperative Listen

Gemeinsamer Vorgang

Owner, Status und nächster Schritt bleiben sichtbar – über die vorhandenen Systeme hinweg.

IN DER ARBEIT
  • VertriebAuskunft und Zusage
  • TechnikPrüfung und Freigabe
  • Einkauf / LogistikBeschaffung und Lieferung
  1. 01Auftrag erfassen
  2. 02Zuständigkeit klären
  3. 03Nächsten Schritt auslösen
  4. 04Status zurückführen
DER PUNKT

Wenn jeder Bereich seinen Teil kennt und niemand den ganzen Vorgang, fehlt keine Information. Es fehlt Architektur.

IDEACTORY wird dort interessant, wo vorhandene Systeme, Rollen und Menschen nicht ersetzt, sondern so verbunden werden müssen, dass Arbeit wieder zusammenhängend wird.